Die wichtigste Management-Kompetenz bei KI

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Die zentrale KI-Kompetenz im Management ist nicht Prompten, sondern Entscheiden.

Trotzdem investieren viele Unternehmen vor allem in Trainings – und wundern sich über fehlende Wirkung. KI-Schulungen sind ein guter Start – aber ungefähr so wirksam wie ein Erste-Hilfe-Kurs, wenn danach niemand Verbandsmaterial hat.

KI-Kompetenz ist nicht: „Wer kann prompten?“
KI-Kompetenz ist: Wer kann entscheiden?

Vorstände, Geschäftsleitungen und Bereichsverantwortliche müssen heute nicht wissen, wie ein Modell trainiert wird. Aber sie müssen einschätzen können:

– Wo entsteht Wert – und wo nur Beschäftigung?
– Welche Prozesse vertragen Autonomie, welche brauchen Kontrollpunkte?
– Was ist ein akzeptables Risiko – und was ist nur Bequemlichkeit?
– Was muss standardisiert werden, bevor man skaliert?

Genau diese Fragen gehören nicht nur in einen ‚KI-Use-Case-Workshop‘ – sondern in die nächste Portfolio-Runde, ins Budget-Meeting oder in die Jahresplanung mit dem Führungsteam.

Ohne diese Kompetenz passiert ein bekanntes Muster: KI wird entweder überschätzt („ersetzt alles“) oder unterschätzt („ist nur ein Texttool“). Beides führt zu falscher Steuerung: im ersten Fall zu blindem Aktionismus, im zweiten Fall zu strukturellem Stillstand.

Praxisnah heißt hier nicht alleine „mehr Trainings“. Praxisnah heißt: KI-Entscheidungen gehören in Management-Routinen. In Portfolio-Reviews. In Prozessverantwortung. In Rollenbeschreibungen. In Zielsysteme.

Konsequenz: Wer KI als Tool-Thema delegiert, bekommt Tool-Ergebnisse.
Wer KI als Führungsfähigkeit etabliert, bekommt unternehmerische Wirkung.

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