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Mein Denkmodell

KI optimiert Prozesse und verändert Geschäftsmodelle.

Beides getrennt zu verstehen, ist überlebenswichtig.

Volker Meise erklärt am Flipchart

Zwei Ebenen, zwei Wirkungen

Wenn im Unternehmen über KI gesprochen wird, geht es fast immer um Prozesse: Was wird schneller, was wird günstiger, wo sparen wir Zeit? Das ist richtig und wichtig. Es ist aber nur die erste von zwei Fragen.

Die zweite, entscheidende Frage ist: Was macht KI mit dem, was Sie verkaufen? Verändert sie, wofür Ihre Kunden bezahlen, was Ihre Leistung wert ist, wer sie sonst noch anbieten kann? Das ist die Frage nach dem Geschäftsmodell.

Verändert KI das, was Sie verkaufen und wofür Ihre Kunden zahlen? Oder nur die Art, wie Sie es herstellen?

Dasselbe KI-Beispiel kann für das eine Unternehmen ein Prozess sein und für das andere eine Existenzfrage. Ein Chatbot im Kundenservice ist beim Maschinenbauer eine Effizienzmaßnahme. Bei einem Callcenter-Dienstleister ist er das Produkt.

Ihr Geschäftsmodell entscheidet, ob Sie nur Kosten einsparen oder um Umsatz fürchten müssen. Oder ob sich neue Potenziale ergeben, die Ihnen bislang verschlossen waren.

Das passiert schon jetzt in den Märkten

Der Wert wandert von Ausführung zu Know-how und Haftung

Übersetzungs-Dienstleister

Übersetzen war ein Handwerk mit Stundensatz. Heute liefert KI eine brauchbare Übersetzung in Sekunden. Der Berufsverband hat seit 2015 mehr als 13 Prozent seiner Mitglieder verloren, die Studierendenzahl im größten Übersetzer-Studiengang ist in zwanzig Jahren von über 2.200 auf unter 900 gefallen.

Wertvoll geblieben ist, was die Maschine nicht liefert: Verantwortung für den Text, Fachwissen, Haftung. Das ist der neue Business-Fokus.

Umsatz-Verschiebung zu hochwertiger Beratung

Steuerberater

Die Buchhaltung, die früher eine Stunde brauchte, dauert mit KI eine Viertelstunde. Wer nach Zeit abrechnet, verdient dadurch weniger, obwohl er besser geworden ist. Zwei Drittel der Kanzleien in einer aktuellen Befragung erwarten deshalb den Wechsel zu Honoraren nach Wert.

Die Deklaration wird zur Massenware, die Beratung zum Produkt. KI macht die Prozesse günstig – den Umsatz muss jetzt das Know-how liefern.

Zertifikate statt Antworten

(Weiter-)Bildung

Zwei Bildungsunternehmen, derselbe Markt, zwei Ergebnisse: Chegg verkaufte Hausaufgaben-Antworten im Abo. Seit ChatGPT dasselbe kostenlos liefert, hat sich der Umsatz halbiert. Pearson verkauft Zertifikate, Prüfungen und Lernwege, also das, was eine Antwort nicht ersetzen kann, und wächst.

Gleicher Markt, gleiche Technik, anderer Fokus: Die Kunden zahlen nicht für den Inhalt, sondern den Weg zum Zertifikat.

Wie ich mit Ihnen arbeite

Hinter dem Denkmodell steht ein Gerüst, mit dem ich jedes Geschäftsmodell auf dieselbe Weise durchgehe. In der Geschäftsmodell-Diagnose sind das fünf Fragen:

  1. 1 Für welchen Wert bezahlen Ihre Kunden Sie wirklich?
  2. 2 Was macht KI mit jeder dieser Leistungen? Was verliert an Wert, was gewinnt?
  3. 3 Wo entsteht Neues, das Sie besetzen können?
  4. 4 Was schützt welches Geschäftsmodell und wie lange?
  5. 5 Welche komplett neuen Möglichkeiten eröffnen sich jetzt?

Die Fragen sind einfach. Die Antworten für Ihr Unternehmen sind es nicht.

Drei Erkenntnisse aus meiner Praxis:

Effizienz, die alle haben, landet im Preis. Über Ihre Einsparungen freuen sich Ihre Kunden – sie zahlen dann weniger.

Ihre Prozesse entscheiden, ob Sie mithalten. Das Geschäftsmodell entscheidet, ob Sie etwas davon behalten. Die besten Prozesse bringen nichts, wenn keiner mehr dafür bezahlt.

Ihr Schlüssel zu neuen Geschäften könnte schon in Ihrem Keller liegen: Maschinendaten, Logfiles, Archive. Was früher niemand verwerten konnte, ist jetzt vielleicht wertvoller Input für die KI.

Das Denkmodell ist das Fundament. Mehr davon?

Mein Denkmodell zu den Geschäftsmodell-verändernden Wirkungen der KI liegt allen Bereichen meiner Arbeit zu Grunde. Erleben Sie es live und in Farbe bei: