Microsoft macht den Lärm – aber SAP und Salesforce liefern.
Während alle auf die Microsoft-Copiloten und das offene Model Context Protocol (MCP) starren, fahren die beiden Suite-Giganten längst schweres KI-Geschütz auf. Und zwar dort, wo es wirklich zählt: direkt an Umsatz, Lieferschein und Bilanz.
- Was kaum jemand sieht:
SAP und Salesforce rüsten ihre Plattformen mit Agenten auf – direkt im Maschinenraum des Unternehmens. Ohne API-Jonglage, ohne Datenschutz-Fragezeichen.
#SAP Joule Studio dockt direkt an S/4HANA an.
#Salesforce Agentforce 3 macht CRM-Daten workflowfähig wie nie.
Beide setzen auf:
-
eigene Foundation Models,
-
Multi-LLM-Hubs (GPT-4o, Claude 3, Gemini 2.5…),
-
Low-/No-Code-Schnittstellen für Citizen Developer,
-
volle Datenhoheit mit BYO-Model und Audit-Fähigkeit.
-
Warum das relevant ist:
Weil SAP und Salesforce etwas besitzen, das Microsoft fehlt:
die Prozessdaten UND die Schnittstellenhoheit.
Was ein Copilot mühselig über Graph API zusammenflicken muss, ist hier tief integriert. Und: Die Vertrauenskarte spielen die Anbieter gleich mit – Zero-Retention, On-Prem-Optionen und Komfortzone für den Chief Security Officer inklusive.
- Was jetzt zählt:
-
Pilot starten. Jetzt. Use Cases wie Retourenabwicklung (SFDC) oder Predictive Maintenance (SAP) sind ideale Einstiege.
-
Lock-in-Radar aktivieren. BYO-Modelle und Logs in die eigene SIEM-Infrastruktur bringen – sonst wird aus der Suite schnell ein Silo.
-
Skill-Plan aufsetzen. Low-Code täuscht – Prompt-Design, Governance, Cost Control gehören mit ins Setup.
-
MCP im Auge behalten. Offene Standards sind wichtig – aber operative Nähe schlägt Standardisierung.
- Fazit:
Die KI-Schlacht wird nicht in der Cloud entschieden – sondern tief in ERP und CRM.
Wer SAP und Salesforce nutzt, sitzt längst am Steuer.
Die Frage ist nur: Will man damit fahren – oder sich von Redmond eine Alternativroute anzeigen lassen?
Ich bin gespannt, wie sich das in nächster Zeit entwickelt. Die Startampel ist gerade erst ausgegangen.