Erst der Vorgang, dann das Werkzeug
Diese Reihenfolge hält die ersten Monate klein: ein Vorgang, ein Werkzeug für diesen Vorgang, dann die Frage, ob sich daraus etwas Größeres bauen lässt. Das kostet ein paar hundert Euro im Monat und keine Summe, die im Beirat begründet werden muss.
Andersherum geht es auch – erst die Plattform, dann die Anwendungsfälle –, und in großen Häusern mit eigener Mannschaft ist das ein gangbarer Weg. Im Mittelstand ist die Erfahrung im Haus meistens das knappere Gut als die Software. Deshalb lohnt es sich, zuerst sie aufzubauen.
Nehmen Sie einen Vorgang, für den Sie heute schon Zahlen haben
Angebote, Reklamationen, Ausschreibungsprüfungen, Serviceanfragen: Gut geeignet ist, was oft vorkommt, was Leute nervt und wovon Sie wissen, wie lange es dauert und wie oft nachgearbeitet wird. Mit diesen Ausgangszahlen können Sie hinterher zeigen, was sich verändert hat, statt darüber zu diskutieren.
Verabreden Sie vor dem Start, woran Sie den Erfolg erkennen
Zwei Sätze reichen: Bis zu diesem Termin soll die Nacharbeit um so viel sinken; erreichen wir das nicht, hören wir auf. Das nimmt allen Beteiligten die Last, ein Vorhaben später verteidigen zu müssen – es ist vorher verabredet, wann es endet, und niemand muss die Entscheidung im Nachhinein begründen.
Spätestens beim dritten Vorhaben lohnt die größere Frage
Zwei, drei erfolgreiche Vorgänge später steht die Frage im Raum, die kein Werkzeug beantwortet: ob Sie damit schneller herstellen, was Ihre Kunden ohnehin kaufen, oder ob sich ändert, wofür sie bezahlen. Das ist ein guter Zeitpunkt dafür. Sie haben dann Erfahrung im Haus und noch alle Möglichkeiten offen.