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KI-Bewerbungen explodieren

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Aus dem Archiv, 2025. Dieser Beitrag ist älter; meine Arbeit hat sich seitdem auf das Geschäftsmodell konzentriert. Mein Denkmodell

KI-Bewerbungen explodieren

Viele Unternehmen diskutieren noch über den KI-Einsatz im Recruiting. Doch währenddessen verändert sich der Bewerbungsprozess – still, schnell und von außen. Was das für HR bedeutet, wird oft unterschätzt.

In meinen HR-Workshops habe ich schon früh prognostiziert: Wenn KI-gestützte Textgeneratoren wie ChatGPT massentauglich werden, wird es eine neue Welle an Bewerbungen geben – schnell, effizient, aber in der Tendenz auch austauschbar.

Jetzt erleben wir genau das: Firmen melden einen stark steigenden Anteil KI-generierter Anschreiben und Lebensläufe – ein Phänomen, das bereits in einem aktuellen New York Times-Artikel reflektiert wird.

Das Schreiben geht heute schnell: In wenigen Minuten entstehen Bewerbungsunterlagen, die professionell, höflich und glatt wirken – aber eben oft auch austauschbar. Die individuelle Handschrift fehlt. Für HR-Teams wird es dadurch deutlich schwerer, die echten Talente zu erkennen, die wirklich zum Unternehmen passen.

KI kann mehr als nur stilistisch helfen. Sie kann Qualifikationen „veredeln“, Stationen ausschmücken oder inhaltlich Lücken füllen. Das heißt: Der Wahrheitsgehalt von Lebensläufen und Anschreiben muss künftig noch kritischer geprüft werden – sei es durch Referenzchecks, strukturierte Interviews oder realistische Arbeitsproben.

Der rechtliche Rahmen ist klar: Der EU-AI-Act verbietet es, automatisiert Bewerber auszusortieren, ohne menschliches Zutun. KI darf unterstützen – z. B. beim Vorsortieren oder Bewerten – aber die finale Entscheidung muss beim Menschen bleiben.

KI im Bewerbungsprozess ist kein Zukunftsthema mehr. Es ist Gegenwart – auf beiden Seiten.

Link zum NYT Artikel

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