Ich sage es extrem ungern, aber: Das war’s dann wohl mit DeepL.
Nachdem ChatGPT & Co. sowieso schon harte Konkurrenz für das Kölner Startup beim Übersetzen und Textoptimieren gewesen sind, brachte OpenAI vor ein paar Tagen ChatGPT Translate heraus (https://lnkd.in/eKYHHkw2). Das kann nicht nur übersetzen, sondern auch sehr einfach andere Sprachstile anwenden.
Und jetzt kommt auch noch Google. Mit TranslateGemma veröffentlichen sie eine Open Souce Modellfamilie, die auf das Übersetzen spezialisiert ist (https://lnkd.in/eQkfwYuR). Das heißt, sie können auf einer Hardware laufen und damit Datenschutz- und Datensicherheitskonform.
Das kleinste Modell sogar auf Smartphones und die Modelle sind multimodal, können also auch Texte in Bildern verarbeiten.
Ich bin kein intensiver DeepL-Nutzer, also kein Spezialist für den Dienst. Ganz sicherlich gibt es DeepL-Funktionen, die weiterhin den der großen Modellanbieter überlegen sind. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass solche Features nur von den Top-Nutzenden wirklich gebraucht werden.
Fällt die größere Zahl der Normalnutzer, wird es sehr schwer, in einer Nische auf ausreichende Umsätze zu kommen.
Trotzdem drücke ich dem DeepL-Team alle Daumen, dass sie ein Killer-Feature finden, was sie an den großen Modellanbietern wieder vorbei bringt. Denn sonst wird’s eng.
Aber vielleicht bin ich ja zu pessimistisch. Wie seht ihr das?

