Offen ist der Markt dort, wo die Hürde aus Personal und Wissen bestand
Wenn Ihr Markt bisher deshalb geschlossen war, weil man dafür viele ausgebildete Leute und einen Wissensvorsprung brauchte, ist die Tür offen. Eine Neugründung baut ihre Abläufe von Anfang an um die Werkzeuge herum und trägt keine gewachsene Organisation mit. Ein reiner Kostenvergleich fällt deshalb zu ihren Gunsten aus. Ihre eigenen Stärken liegen woanders – dazu weiter unten.
Der Angreifer nimmt sich das profitable Stück und lässt Ihnen den Rest
Kaum ein neuer Anbieter will die volle Breite Ihres Geschäfts. Er sucht die Leistung mit der besten Marge und dem geringsten Aufwand, macht sie günstiger und überlässt Ihnen die aufwendigen Fälle, die Sonderwünsche und den Notdienst. Genau diese Mischkalkulation hält viele Mittelständler zusammen. Bricht ein Stück heraus, wackelt der Rest, obwohl Sie keinen einzigen Kunden verloren haben.
Kundenzugang und Haftung lassen sich nicht in sechs Monaten aufbauen
Was ein Start-up mit Geld nicht abkürzen kann: Kunden, die seit zwanzig Jahren anrufen, Daten aus der eigenen Historie, eine Zulassung, ein Servicenetz und die Fähigkeit, für einen Schaden geradezustehen. Prüfen Sie, wie viel davon in Ihrem Geschäft steckt. Steckt viel darin, haben Sie Zeit; steckt wenig darin, haben Sie das Thema für die nächste Klausur.
Die größere Bewegung kommt oft aus der eigenen Lieferkette
Häufiger als das Start-up rückt Ihr eigener Kunde nach vorn oder Ihr Lieferant nach hinten. Beide haben, was der Neugründung fehlt: den Zugang und die Daten. Wenn ein großer Kunde anfängt, eine Ihrer Leistungen im eigenen Haus zu erledigen, ist das derselbe Vorgang, nur ohne Pressemitteilung.