Was lernen fürs KI-Zeitalter?

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Meine Tochter studiert BWL und macht sich Gedanken, wie KI ihre Zukunft beeinflusst. Das sage ich ihr als Vater.

KI verändert die Arbeitswelt, soviel ist klar. Ob wir jetzt auf eine “Job Apokalypse” zusteuern oder das nur das Narrativ der KI-Anbieter ist, wird gerade intensiv diskutiert.

Meine Ansicht: Gerade die Wissensarbeiter-Jobs werden sich radikal ändern und viele auch wegfallen. Also genau die, für die man BWL studiert. Dass wir das heute noch nicht sehen, hat strukturelle Gründe und ist erklärbar. Ich schreibe nächste Woche etwas dazu.

Was rate ich meiner Tochter und allen anderen, die gerade studieren und sich fragen: Was kann ich heute tun, um bei der Suche nach dem ersten Job eine Chance gegen die KI zu haben?

Das sind meine Ratschläge:

– Die harte Wahrheit: Das reine Wissen aus dem Studium reicht nicht für einen einfachen Berufseinstieg. Soweit sind die LLMs jetzt schon.

– Ziel muss es sein, zusammen mit KI mehr Wert für Unternehmen (oder wo immer du anfangen willst) zu schaffen als ohne.

– Dazu solltest du dich in Sachen KI fit halten und sie aktiv nutzen. Und zwar nicht nur als Chat-Tool, sondern mit komplexeren Aufgaben wie z.B. kleine Agenten.

– Idealerweise löst du mit KI Herausforderungen für Unternehmen bzw. weißt, wie das geht. Das kannst du dann dort direkt einsetzen – das macht dich attraktiv für Arbeitgeber.

– Suche dir eine Domäne oder Branche (oder beides), die dir Spaß macht und baue dir dort etwas auf, was über reines Wissen hinausgeht. Kontakte, Netzwerk, praktische Erfahrung usw. Das macht dich wertvoll.

– Schule die Fähigkeiten, die KI nicht kann: Empathie, Resilienz, Um-die-Ecke-Denken, Kreativität, Handwerk, Wahrnehmung mit allen Sinnen, kulturelles Verständnis. Das macht übrigens auch ohne KI sehr viel Sinn (und in der Regel auch Spaß).

– Nutze die Chancen, die KI uns allen bietet. Vielleicht kannst du mit Hilfe von KI etwas aufbauen, was vorher so nicht ging. Das macht dich spannend für Unternehmen – oder du brauchst sie gar nicht mehr, weil du dein eigenes Ding machst.

Ganz wichtig: Das ist keine “du musst!”-Liste, sondern meine persönlich, subjektive Sicht der Dinge. Du hast sicher eigene Erkenntnisse oder Ansichten, die hier mit reinspielen. Nimm die Punkte als Anregung. Bilde dir deine eigene Meinung.

Ich frage ja sonst sehr selten am Ende meiner Posts, hier tue ich es:

Wenn du die Liste ergänzen müsstest, was würdest du aufnehmen? Ich glaube, es gibt sehr viele, die sich diese Gedanken machen und solche Hinweise gebrauchen können.

Und ich gebe sie sehr gerne an meine Tochter weiter.

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