Als Speaker KI erklären – Teil 2

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Meine Mission ist es, KI für Menschen begreifbar zu machen, die nicht in der Blase sitzen. Mein zweites Werkzeug dafür: ein Satz, den jeder schon kennt — und den ich auf der Bühne gerade rücke.

Der Satz geht so: „Du wirst nicht von KI ersetzt, sondern von jemandem, der KI nutzt.“ Du hast ihn bestimmt schon gehört, auf jeder Konferenz und unter jedem zweiten LinkedIn-Post. Er klingt klug, und er beruhigt: Kümmere dich um KI, dann bist du auf der sicheren Seite.

Nur stimmt der beruhigende Teil nicht.

Ich rechne das auf der Bühne kurz vor. Wenn KI fünf Leute 20 Prozent effizienter macht, dann erledigen fünf die Arbeit von sechs. Der sechste wird nicht mehr gebraucht. Egal, ob er KI nutzt oder nicht.

Das ist der unbequeme Punkt, den der schöne Spruch verdeckt. Er tut so, als ginge es um deinen persönlichen Werkzeugkasten. Tatsächlich geht es um Kapazität. Die Produktivität steigt für alle — und die Summe entscheidet, wie viele Hände am Ende noch gebraucht werden. Dein Prompt-Geschick schützt dich davor nicht.

Im Saal wird es dann still. Kein Hype und kein erhobener Zeigefinger — nur eine Zahl, die jeder selbst nachrechnen kann.

Was wirklich schützt, ist nicht, ob du KI bedienst, sondern ob deine Arbeit nach dem Effizienzgewinn überhaupt noch gebraucht wird. Das ist die ehrlichere Frage. Und sie führt zu besseren Entscheidungen als der Spruch von der sicheren Seite.

Das war Werkzeug zwei von dreien für Vorträge jenseits der Blase. Teil 3 nimmt etwas, das jeder schon mal hatte: die Kollegen.

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