Alle im Saal verkaufen etwas, und bei allen wird gerade etwas unknapp
In einem Unternehmerkreis sitzen ein Handwerksbetrieb, ein Zulieferer, eine Kanzlei und ein Händler nebeneinander. Ihre Prozesse haben nichts miteinander zu tun. Was sie teilen, ist die Lage: Bei jedem von ihnen wird gerade eine Leistung billig, für die er heute noch Geld bekommt. Auf dieser Ebene hört der ganze Saal zu, weil jeder mitrechnet, während vorne von einer fremden Branche die Rede ist.
Branchen, in denen es schon passiert ist, tragen weiter als Prognosen
Übersetzungsbüros, Steuerkanzleien und Bildungsanbieter sind weiter als die meisten Zuhörer. Dort lässt sich zeigen, was passiert ist, statt zu beschreiben, was passieren könnte: welche Umsätze weggebrochen sind, was übrig geblieben ist und wer daran verdient hat.
Ein Beispiel aus einer fremden Branche wirkt dabei oft besser als eines aus der eigenen. Beim eigenen Fall verteidigt der Zuhörer zuerst seine Besonderheiten. Beim fremden Fall denkt er nach und überträgt selbst.
Welches Thema in welche Veranstaltung gehört
Eine Übersicht über die wichtigsten Werkzeuge ist in einer Fachrunde gut aufgehoben, in der alle dieselbe Arbeit machen und mit denselben Programmen umgehen. Steht ein halbes Jahr später die nächste Runde an, ist sie schnell aktualisiert. Im Unternehmerkreis trägt dagegen die Frage, die alle teilen.
Ähnlich bei Recht und Regulierung. Das Thema verdient eine eigene Veranstaltung mit jemandem, der die Fragen aus dem Saal auch beantworten darf, statt einen Absatz im Abendvortrag.
Und geben Sie dem Redner mit, dass Ihr Publikum mit einer Aufgabe nach Hause fahren soll. Ein Ausblick auf große Umbrüche bekommt seine Wirkung durch den nächsten Schritt: eine Frage, die jeder Zuhörer am Montag im eigenen Haus stellen kann.
Der Abend geht am Tisch weiter, wenn er drei Fragen hinterlässt
In einem Unternehmerkreis ist der Vortrag selten das Ende des Abends. Danach sitzt man zusammen, und dort entscheidet sich, was von der Bühne übrig bleibt. Geben Sie dem Redner deshalb mit, dass sein Publikum etwas zum Weiterreden braucht: drei Fragen, die jeder auf sein eigenes Haus anwenden kann, und ein Beispiel, das man beim Erzählen nicht kaputtkriegt.