In 30 bis 45 Minuten lässt sich ein Gedanke aufbauen, der den Abend übersteht
In dieser Zeit lässt sich eine These setzen, mit vier Beispielen belegen und so zuspitzen, dass die Zuhörer sie beim Abendessen weitererzählen. Die Belege sind der Teil, der einen nüchternen Saal überzeugt.
Wenn Ihr Programm nur zwanzig Minuten hergibt, sagen Sie es vorher. Dann wird ein Beispiel ausgebaut und die anderen fallen weg – das trägt besser, als alles im Schnelldurchlauf unterzubringen. Für längere Strecken lohnt es sich, den Vortrag zu teilen und eine Diskussion dazwischenzulegen.
Sobald Ihr Publikum selbst rechnen soll, lohnt sich die Fragerunde
Bei Führungsrunden, Klausuren und Beiräten passiert das Entscheidende nach dem Vortrag. Jemand nennt eine Zahl aus dem eigenen Haus, jemand widerspricht, und plötzlich reden fünf Leute über ihr Preismodell. Dafür hat sich eine Stunde Vortrag mit einer halben Stunde Fragen bewährt. Diese dreißig Minuten sind der Teil, in dem aus dem Zuhören eine eigene Rechnung wird.
Will die Geschäftsleitung im Anschluss an den eigenen Fragen arbeiten, wird daraus ein halber oder ein ganzer Tag: Vortrag am Vormittag, danach die Arbeit an den Stellen, an denen es im eigenen Haus hakt. Das ist ein Arbeitstermin mit einem Vortrag am Anfang, und er wird anders vorbereitet als eine Bühne.
Der Platz im Ablauf wirkt stärker als die Minutenzahl
Nach dem Mittagessen und kurz vor dem Abendprogramm hat es jeder Vortrag schwerer. Am Anfang oder als Auftakt zu einem Diskussionsblock trägt derselbe Vortrag auch eine Viertelstunde mehr.
Sagen Sie dem Redner, was vor und nach ihm passiert und wie lange Ihr Publikum an dem Tag schon sitzt. Das verändert Aufbau und Tempo eines Vortrags stärker als jede Vorgabe zur Dauer.